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093 Ansbacher Straße

Die Wohnung in einem repräsentativen Gründerzeithaus aus den frühen 1910er Jahren in Berlin Schöneberg wird mit angemessenen strukturellen Eingriffen und raumbildenden Ausbauten auf die individuellen Vorstellungen seines Eigentümers maßgeschneidert.

Als Galerist und Sammler steht die Integration von Kunst, respektive wechselnde Bilder und Skulpturen, in den Wohnalltag im Vordergrund. Eine Küche und offene Bibliothek, oft Zentrum und Vorzeigeobjekte großbürgerlichen Wohnens, treten in den Hintergrund.

Während die Galerie das öffentliche Leben abdeckt, sind in der Wohnung absolute Privatheit und sehr persönliche Bedürfnisse prioritär. Demzufolge gliedert sich die Wohnung in vier unterschiedliche Bereiche, die den jeweils dafür geeigneten Räumen zugeordnet sind.

Einen formelleren zum sitzen und essen, einen informellen zum lesen und recherchieren, einen stark verdunkelbaren Schlafbereich mit Ankleide und einen Serviceblock, der Küche und Bäder einschließt. Mit wenigen konstruktiven Eingriffen wird der bestehende Raumplan strukturell zugunsten eines angemessen Eingangs, präziserer Raumzugänge und komplexerer, fließender Zirkulation verbessert. Ein Gang teilt die Wohnung in zwei klare Raumstrukturen. Eine großzügige Enfilade zur Straße und einen kompakten Block mit umlaufender Zirkulation zum Hof.

Maßgefertigte Schrankzonen an Wänden oder frei im Raum, in diversen Tiefen und Höhen, übernehmen den Bedarf an Stauraum. Gemäß der Vorgaben, wenige Materialien und reduktive Details auf großen Oberflächen zu verwenden, dominieren die Wohnung ein innenliegende Fensterläden, Parkett, die Farbe Verkehrsweiss und ein texturierter Marmor in den Sekundärräumen.

Adresse: Berlin Schöneberg
Bauherr: Privat
Größe: 275m2
Programm: Wohnen
Projektteam: Ole Hallier, Filip Kujawski Bauunternehmen: Dirk Preuß, Preuss Bauleistungen Leistungsphasen: 1-9
Planung: 2014
Fertigstellung: 2015
Fotos: Steffen Jagenburg, Christoph Rokitta