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001 Hedge House

Die Integration von Kunst in den Alltag, das war die Grundhaltung für das kleine Haus im barocken Lustgarten des 17ten Jahrhunderts des Schlosses Wijlre. Es umfaßt ganz unterschiedliche Nutzungen: zwei Wintergärten, einen Hühnerstall, einen Geräteschuppen, den Empfangsraum und die Kunstgalerie. Die Faltung des linearen Gebäudes in eines der heckengesäumten Felder des Gartens erzeugt die größtmögliche Wandabwicklung, zugleich definieren Hauswände und Heckenwände unterschiedliche Patios innerhalb des Heckenfeldes. Durch einen Zugang von privater und einen weiteren von öffentlicher Seite wird die Wegeführung der Galerie zum Bestandteil des Gesamtwege-netzes des Gartens.

Die Höhe der Hecken als obere Begrenzung und die Stapelung der Nutzungen führen zum introvertierten Raum für Kunst unterhalb des Grundwasserspiegels. Die obere Schicht aus Empfangsraum, Wintergarten, Geräteschuppen und Hühnerstall ist nach außen orientiert, ihre Anordnung bestimmt die wechselnde Deckenhöhe der Galerie und die Plazierung und Art der Lichtquellen. Ober- und Seitenlicht, indirektes und zenitales Licht durchdringen das Haus an den Nahtstellen zwischen der Galerie und den übrigen Räumen.

Wiel Arets Architects

Adresse: Kasteel Wijlreweg 1, 6321 PP Wijlre
Bauherr: privat
Nutzfläche: 560 m2
Leistungsphasen: 1 - 9
Planung: 1998 - 2001
Fertigstellung: 2001
Projektteam: Wiel Arets, Bettina Kraus, Lars Dreessen
Tragwerksplanung: Palte BV, Cauberg-Huygen Raadgevende Ingenieurs BV
Haustechnikplanung: Huygen Installatieadviseurs BV
Ausführende Firma: Xhonneux BV